Dabei erfuhren die Teilnehmer viel über die Geschichte Schwäbisch Halls, dessen Wohlstand über Jahrhunderte auf der Gewinnung des „weißen Goldes“ – des Salzes – beruhte. Die salzhaltige Sole wurde im Haalbrunnen gewonnen und in großen Pfannen zu Salz gesiedet. Das Salz machte die Stadt reich und prägte die Gesellschaft mit den einflussreichen Salzsiedern, Kaufleuten und Handwerkern. Auch die Geschichte der ehemaligen Reichsstadt sowie bedeutender Persönlichkeiten wie Johannes Brenz, einem der wichtigsten Reformatoren Württembergs, und Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, der eng mit Schwäbisch Hall verbunden war, wurden anschaulich vermittelt.
Nach so vielen Eindrücken stärkte sich die Gruppe beim gemeinsamen Mittagessen in der traditionsreichen Brauerei zum Löwen, wo in gemütlicher Atmosphäre regionale Spezialitäten serviert wurden.
Am Nachmittag stand der Besuch der Johanniterkirche auf dem Programm. Die eindrucksvolle Ausstellung der Sammlung Würth zeigte Meisterwerke der altdeutschen Malerei. Besonders beeindruckte die berühmte „Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen“ von Hans Holbein dem Jüngeren, die zu den bedeutendsten Gemälden der Renaissance zählt und den Höhepunkt der Ausstellung bildet.
Anschließend ging die Fahrt hinauf zur Comburg, die hoch über dem Kochertal thront. Während der Führung durch die ehemalige Benediktinerabtei erfuhren die Teilnehmer viel über die fast tausendjährige Geschichte der Klosteranlage, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde und später in ein Chorherrenstift umgewandelt wurde. Zu den größten Kunstschätzen der Stiftskirche zählt der romanische Radleuchter aus dem 12. Jahrhundert. Mit seinem Durchmesser von fast fünf Metern symbolisiert er das Himmlische Jerusalem und gehört zu den wenigen erhaltenen mittelalterlichen Radleuchtern Europas. Beeindruckend waren außerdem die mächtigen Wehrmauern, die barocke Ausstattung der Kirche und der herrliche Blick über das Kochertal.
Nach einem abwechslungsreichen und bestens organisierten Tag trat der Kirchenchor die Heimreise an. Gegen 19.00 Uhr erreichte die Gruppe wieder Heiligkreuzsteinach – erfüllt von vielen neuen Eindrücken, interessanten Begegnungen und schönen gemeinsamen Stunden.