Bauförderverein St. Laurentius Hemsbach e.V. trauert um Hans-Joachim Peeck

Der Verstorbene, Hans-Joachim Peeck gehört zu den Gründungsmitgliedern des Hemsbacher Baufördervereins St. Laurentius e.V. Am 20. September 1982 wurde der Verein gegründet. Satzungsgemäß ist seine Hauptaufgabe den Bau und die spätere Unterhaltung des Gemeindezentrums in finanzieller und ideeller Weise zu unterstützen.

In den ersten Vorstand wurden Karl-Friedrich Schönemann, Hans-Joachim Peeck und Felicita Müller gewählt. Hans-Joachim Peeck, der sich in diesen Jahren gerade mit der Übernahme des Möbelhauses Westfalia in Mannheim selbstständig gemacht hatte, übernahm auch noch diese Aufgabe konnte mit seinen Ideen und seinem Engagement zusammen mit dem Vorstand und der ständig wachsenden Mitgliederzahl wesentlich zu den großartigen Erfolgen des Vereins beitragen.
 
Hans Joachim Peeck wurde in den ehemaligen deutschen Ostgebieten geboren und mit Millionen von Deutschen östlich der Oder-Neiße als achtjähriger aus der Heimat vertrieben. Flucht und Vertreibung und die ersten Jahre nach dem zweiten Weltkrieg waren von Armut und Entbehrungen geprägt. Urzelle des Baufördervereins ist der Familienkreis, der damals wesentlich aus Neuzugezogenen im Hemsbachs Westen gegründet wurde. Neben gemeinsamen Freizeiten der Familien wurden regelmäßige Treffen organisiert und dabei festgestellt, dass für die Jugend und die wachsende Gemeinde in Hemsbach zu wenig Plätze waren, an denen sich Gleichgesinnte treffen konnten. In diesem Familienkreis reifte der Gedanke, im Westen der wachsenden Stadt Hemsbach, ein Gemeindehaus zu bauen. Der Antrag, der aus den Reihen des Familienkreises gestellt wurde, fiel im Pfarrgemeinderat auf fruchtbaren Boden.
 
Nach dem Pfarrwechsel von Günther Fackler, der in eine Schwarzwaldgemeinde versetzt wurde, stellte der damalige, sehr beliebte Dekan Willi Konrad den jungen Pfarrer Joseph Mohr aus Ziegelhausen als neuen Seelsorger für St. Laurentius vor. Mit jugendlicher Dynamik machte er das Bauvorhaben Pater-Delp-Gemeindehaus zur „Chefsache“ und bereits am Erntedank, den 6. Oktober konnte der Grundstein für den Bau gelegt werden. Aber auch die politische Gemeinde unter Führung des unvergessenen Bürgermeisters Hans Michel und der Stadtrat unterstützten das Bauvorhaben vorbildlich.
 
Am Samstag, den 9.05. wurde für Hans-Joachim der Tod das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Die Beerdigung von Hans-Joachim Peeck war am Montag, den 18.05 in der Friedhofskapelle Hemsbach. Sein Sarg wurde auf dem Friedhof von Hemsbach beigesetzt. Die Beerdigungsfeier gestaltete Pfarrer Klaus Rapp. Er erinnerte noch einmal an die vielen Verdienste, die sich der Verstorbene durch seinen Einsatz für den Bauförderverein und die Pfarrgemeinde erworben hat.
 
Die Söhne von Hans-Joachim bedankten sich am Sarg ihres Vaters für die liebevolle Begleitung und die Fürsorge, die sie durch ihre Eltern Hannelore und Hans-Joachim für ihren Lebensweg erhalten haben. Auf Anregung von Pfarrer Mohr wurde Pater Alfred Delp der Namenspatron des katholischen Gemeindehauses im Westen Hemsbach. Pater Delp hat uns allen hinterlassen: „Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, dann hat sein Leben einen Sinn gehabt“. Alle, die Hans-Joachim Peeck auf seinem irdischen Lebensweg näher kennengelernt haben, können bestätigen, dass er diese Ideale gelebt hat.