Konzerte in der St. Laurentius Kirche, Weinheim
Samstag, 10.10.2026 19.30 Uhr

mit Werken des 1978 in Norwegen geborenen zeitgenössischen Pianisten und Komponisten Ola Gjeilo.
Hauptwerk des Abends ist Gjeilos „Sunrise Mass“, eine sinfonische Messe für achtstimmigen Chor und Streichorchester. Gjeilo selbst beschreibt sein Werk als eine musikalisch spirituelle Reise vom Himmel zur Erde. In seiner „Sunrise Mass“ vermittelt er dem Hörer ein Gefühl von Transzendenz, Erlösung und Freude durch die Verwendung eines satten orchestralen Gesamtklangs, welcher Chor und Streicher eng miteinander verschmelzen lässt, einer neo-romantischen Tonsprache und von schlichten Melodien, die er mit warmen, modernen Harmonien und rhythmischen Begleitmustern im Orchester verbindet. Neben der Messkomposition werden zwei „Ubi-Caritas“-Vertonungen des Komponisten sowie sein „Lux Beata Trinitas“ zu hören sein.
Zwischen den einzelnen Stücken Gjeilos erklingen Improvisationen des Duos „ORGEL & SAX“. Die beiden Musiker „loten auf einzigartige Weise die Grenze geistlicher Werke aus, indem sie die Kompositionen in eine sensibel gestaltete, zeitgenössische Musiksprache überführen, die ein neues Begreifen ermöglicht.“ (Jürgen Drawitsch)
Gestaltet wird dieses Konzert vom „Konzertchor St. Laurentius“, dem Orchester „Concerto Camerata“, dem Saxophonisten Uli Kammerer und an Orgel/Piano Wolfgang Schröter.
Die Leitung liegt bei Kirchenmusikerin Jutta Stock.
Bild: siehe Anhang „Motiv zum Konzert Musica Mystica“
Bildrechte: Dagmar Kopnarski
Samstag, 17. 10. 2026 19 Uhr

Im Zentrum des Abends steht Luigi Cherubinis „Requiem c-Moll“ für Chor und Orchester – ein Werk von großer Ausdruckskraft und dramatischer Tiefe. 1816 entstanden, verbindet es klassische Klarheit mit einer romantischen und emotional dichten Klangsprache. Cherubini (1760-1842) verzichtet in dem Werk auf solistische Effekte und stellt ganz den Chor in den Mittelpunkt: Statt virtuos-konzertanter Außenwirkung setzt Cherubini auf textgeprägte Verinnerlichung. So entsteht eine eindringliche, oft erschütternde, zugleich würdevoll getragene musikalische Auseinandersetzung mit Tod, Trauer und Hoffnung. Cherubinis Requiem zählt zu den bedeutendsten Requiem-Vertonungen der Musikgeschichte.
Dem Requiem vorangestellt wird in dem Konzert Pēteris Vasks’ „Dona nobis pacem“ für Chor und Streicher: In schwebenden tonalen Klangflächen und meditativer Ruhe entfaltet sich im Zusammenspiel von Chor- und Streicherstimmen eine gewaltige, ergreifende Bitte um Frieden – zeitlos und von großer innerer Intensität. Der lettische Komponist Pēteris Vasks (geb. 1946) schrieb das Werk 1996 unter dem Eindruck des Todes seines Vaters.
Eintrittskarten für das Konzert gibt es ab 12.09.2026 in der Buchhandlung Beltz, im Musikhaus Metz sowie im Internet unter www.cantusvivus.de.



